Mobilität ist wichtig

Hast du schon mal eine Fahrradpanne gehabt und warst so richtig aufgeschmissen? Du hattest es eilig, aber platte Reifen haben dir einen Strich durch die Rechnung gemacht? Deinen Eltern geht es mit ihrem Auto sicherlich manchmal ähnlich. Auch hier macht sich ein Defekt oft dann bemerkbar, wenn man es gerade am wenigsten gebrauchen können.

Genau wie du mit deinem Fahrrad, sind auch Unternehmen auf ihre Fahrzeuge angewiesen. Lkw sind für viele Unternehmen wichtige Transportmittel für ihre Waren und Produkte. Sie schaffen wichtige Bauteile oder Zutaten für die Herstellung der Firmenprodukte an. Gleichzeitig liefern sie die fertigen Produkte an Kunden aus. Ein Lkw-Fahrer ist deshalb während eines Arbeitstags oft unter Zeitdruck, da alles rechtzeitig am Ziel ankommen muss. Häufig bleibt für die Firma nicht viel Zeit, um regelmäßig zu kontrollieren, ob mit dem Lkw alles in Ordnung ist. Wenn dann auf einer Dienstfahrt mal eine Panne passiert, ist guter Rat teuer. Meist muss das Fahrzeug dann für viel Geld repariert werden und das dauert seine Zeit …

Mercedes-Benz Uptime
Der Lkw erkennt, wenn es ein Problem mit der Technik gibt und meldet das direkt an eine Mercedes-Benz Service-Organisation

Immer Up-to-Date

Der Autobauer Daimler möchte solche Überraschungen bei den Lkw künftig vermeiden. Sie sollen ab sofort selbstständig und frühzeitig erkennen, wenn es ein Problem mit der Technik oder eine drohende Panne gibt. Das Problem soll samt Lösungsvorschlag ermittelt und anschließend direkt an eine Service-Organisation von Mercedes-Benz weitergegeben werden. Die Service-Organisation kann dann den Kunden gleich benachrichtigen und im Falle eines größeren Defekts einen Werkstatt-Stopp direkt auf der geplanten Route des Lkw organisieren. Dabei kann sie nicht nur die Dauer der Reparatur vorhersagen, sondern sogar checken, ob die nächste Werkstatt die benötigten Ersatzteile auch vorrätig hat. Die Werkstatt kann dann die Reparatur schon vorbereiten, bevor der Lkw ankommt. Die selbstständige Organisation von Terminen in Autowerkstätten fällt für die Unternehmen somit weg.

Mercedes-Benz Uptime
Über die „FleetBoard Connectivity Plattform“ tauscht der Lkw seine technischen Daten mit den Service-Stellen aus

Daten in Echtzeit

Klingt super. Doch wie funktioniert das genau? Damit der Lkw Daten mit den Service-Unternehmen von Mercedes-Benz austauschen kann, benötigt er die sogenannte „FleetBoard Connectivity Plattform“. Das hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich ganz einfach: In jeden neuen Mercedes-Benz Lkw wird ein Gerät eingebaut, das etwa so groß ist wie ein halbes Blatt Papier. Es kann die technischen Daten des Lkw senden und empfangen – und das in Echtzeit. Das bedeutet, dass der Austauschprozess im Falle eines technischen Fehlers nur wenige Sekunden dauert, da der Lkw seinen eigenen technischen Status rund um die Uhr überwacht und kontrolliert. Das kann er, weil seine Technik mit Sensoren und Kameras ausgestattet ist, die über die „FleetBoard Connectivity Plattform“ vernetzt und ausgewertet werden.

Intelligenter Lkw der Gegenwart

Doch das ist noch lang nicht alles. Bald soll es auch möglich sein, Defekte am Lkw von der Ferne aus gleich zu beheben. Das kannst du in etwa mit deinem Smartphone vergleichen. Auch hier löst der Hersteller technische Probleme, indem er eine neue Software aufspielt oder ein Software-Update macht.

Zwar möchte Daimler die selbstständigen Uptime-Lkw in Zukunft noch weiterentwickeln, das Uptime-System ist aber schon seit der IAA Nutzfahrzeuge 2016 hochaktuell. In zwölf verschiedenen europäischen Ländern sind die Lkw jetzt schon ihr eigener Herr, was die technische Wartung anbelangt.

Du bist interessiert, was es auf der IAA 2016 in Hannover sonst noch so zu sehen gab? Die Genius-Kinderreporter Emma und Nick zeigen es dir hier.

Bilder: Daimler AG

Oder doch? Immer mehr und mehr Leute wehren sich dagegen, alte Sachen wegzuwerfen. Denn es gibt so viel Müll auf der Welt wie schon lange nicht mehr. Aber du kannst aktiv etwas gegen die wachsenden Müllberge und für den Umweltschutz tun.

Stell dir vor, dein Fahrrad geht auf dem Weg zur Schule kaputt. Was jetzt? Muss ein Neues her? Eigentlich nicht, denn es gibt doch Werkzeuge, mit denen man Sachen reparieren kann. Vielleicht kann deine Mutter gut basteln und dein Fahrrad reparieren, oder ihr bringt das Fahrrad in die Werkstatt. Aber das funktioniert nicht nur mit Fahrrädern. Auch andere Sachen, die kaputt gehen, können repariert werden. Die Kultur der Reparatur wird mittlerweile immer beliebter und ist zu einem neuen Trend geworden.

Reparieren schont die Umwelt

Aber nicht jeder ist geschickt und weiß, wie man Stühle, Handys oder Fahrräder repariert. Dafür gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten sogenannte Repair Cafés. Hier treffen sich Menschen, um gemeinsam ihre kaputten Sachen wieder zusammenzuflicken. In Repair Cafés findest du zum Beispiel eine zerrissene Jeans, ein Handy mit zersprungenem Display oder einen Holzstuhl, der ein neues Bein braucht. Hobby-Bastler und Freiwillige treffen sich und tauschen sich aus, wie man aus Alt wieder Neu machen kann. Denn anstatt sich ein neues Handy zu kaufen oder es zum Hersteller zurückzuschicken, kannst du es selber reparieren. Und so schwer ist das Ganze meist gar nicht. Außerdem kann es auch Spaß machen mit so vielen Tüftlern zusammenzuarbeiten. Und du kannst eine Menge dazu lernen.

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Auch ein kaputtes Handy kann man reparieren / Bild: Piotr Marcinski, shutterstock.com

Angefangen hat die Kultur der Repair Cafés in Holland und seitdem verbreitet sie sich in vielen verschiedenen Ländern. Denn egal wo man ist, viele Menschen wollen etwas Gutes tun und nicht noch mehr Müll produzieren. Es geht bei der Reparatur-Kultur aber um mehr: Es geht um die Nachhaltigkeit und die Wertschätzung von Gegenständen und Produkten. Wer repariert, statt immer nur zu konsumieren, trägt aktiv zum Umweltschutz bei und schont die Ressourcen. Und: Auch der soziale Aspekt, der Austausch und die kostenlose Nachbarschaftshilfe spielen eine wichtige Rolle. Und das ist ja auch nicht ganz ohne eigenen Nutzen. Denn: Du kannst eine Menge Geld sparen.

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Schau den anderen beim Reparieren einfach zu / Bild: wavebreakmedia, shutterstock.com

Was kannst du beim Reparieren lernen?

Du kannst aber auch von den Tüftlern und Bastlern eine Menge lernen. Du kannst ihnen beim Reparieren direkt über die Schulter schauen und zusehen, wie sie einen Laptop komplett auseinander bauen. Oder wie sie ein Fahrrad reparieren, die zerfetzte Jeans wieder zusammennähen oder das Stuhlbein wieder einbauen. Vielleicht kannst du beim nächsten Mal dann dein Fahrrad gleich selber auf dem Schulweg reparieren. Oder Freunden helfen, wenn bei ihnen etwas kaputt gegangen ist. Denn anderen Menschen zu helfen und dabei noch etwas für den Umweltschutz zu tun, kann auch viel Spaß machen.

Titelbild: Room 76  / shutterstock.com