Das funktioniert so, dass durch das Bremsen Energie freigesetzt wird. Diese Energie sammelt und nutzt der Elektromotor. Ist sie aufgebraucht, schaltet sich der Verbrennungsmotor ein, bis sich wieder genug Bremsenergie für den Elektromotor gesammelt hat. Ausführlicher haben wir es dir ja bereits in einem anderen Blogbeitrag erklärt.

Doch es gibt auch andere Hybridautos, so genannte Plug-in-Hybride. Die Besonderheit dieser Hybridautos ist, dass sie zusätzlich eine große Antriebsbatterie besitzen, die leistungsstärker ist als der reine Elektromotor. Diese Antriebsbatterie kann extern aufgeladen werden. Das funktioniert entweder an einer öffentlichen Ladesäule oder auch zuhause an einer geeigneten Steckdose.

Zeichnung einer schematischen Darstellung eines Plug-in-Hybrids, Aufbau des Motors

Formel 1 Technik für die Straße: der AMG Plug-in-Hybrid

Die Entwicklung der Plug-in-Hybriden schreitet sogar so weit voran, dass inzwischen Technik der Formel 1 genutzt wird, also von Rennautos. AMG, die Tochtergesellschaft der Daimler AG, macht Autos für Menschen, die gerne richtig schnell fahren. Im neuen AMG Plug-in-Hybrid befindet sich eine Hochleistungsbatterie, die vom offiziellen Formel-1-Team mitentwickelt wurde. Sagt dir der Name Hamilton etwas? Die neue Hochleistungsbatterie ist fast so stark wie die im Fahrzeug des weltberühmten Rennfahrers! 

Nur durch eine erstmals eingebaute Direktkühlung kann die Batterie eine solch hohe Leistung erbringen. Die Direktkühlung sorgt nämlich dafür, dass die Batterie immer eine optimale Arbeitstemperatur von ca. 45 Grad Celsius hat und somit ihr Potential voll ausschöpfen kann.

Außerdem liegt der Elektromotor des AMG Plug-in-Hybrid jetzt erstmals bei der Hinterachse, was für ein besseres Gleichgewicht zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt. Das hilft dem Fahrer vor allem in den Kurven, das Auto kann die Kraft schneller auf den Boden bringen und ist agiler – und entsprechend stabiler in der Kurve.

Nahaufnahme der Ladebuchse eines Mercedes-Benz S-Klasse Plug-in-Hybrids in der Farbe Onyxschwarz,

Plug-in-Hybride und Nachhaltigkeit

Natürlich ist auch bei den Plug-in-Hybriden Nachhaltigkeit eine wichtiger Faktor.  Obwohl diese Fahrzeuge auch einen Verbrennungsmotor besitzen, stoßen sie durch die Nutzung des Elektromotors weitaus weniger umweltschädliches CO2 aus als Autos mit nur einem Verbrennungsmotor. Durch die Batterie haben sie außerdem einen stärkeren Elektromotor als normale Hybridautos, können den Elektromotor also länger nutzen und CO2-Ausstoß einsparen.

Die Entwicklung dieser Technik ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Ingenieurinnen und Ingenieure bei Daimler entwickeln, verbessern und verfeinern Plug-in-Hybride immer weiter, damit diese so umweltschonend und effektiv wie möglich fahren.

Bild in der Totalen: Eine Mercedes-Benz S-Klasse Plug-in-Hybrid in der Farbe Onyxschwarz steht an einer Ladesäule zum Aufladen

Alle Bilder: Daimler AG

Traumautos und Auto-Träume

Ich liebe Oldtimer! Deswegen war ich auch super begeistert, dass wir Dieter Zetsche inmitten schicker alter Schlitten begrüßen durften. “Das ist einer meiner schönsten Termine heute!”, sagt er bei der Begrüßung – was Nick und mich natürlich zum Strahlen bringt.

In unserem Video könnt ihr uns übrigens bei unserem Rundgang mit Dieter Zetsche durchs Museum begleiten:

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Er erzählt uns von seinem ersten Auto, einem VW-Käfer, an dem er gerne geschraubt und sogar einmal den kompletten Motor ausgetauscht hat. Das gefällt besonders Nick – sein Traum ist es nämlich, später eine eigene KFZ-Werkstatt zu haben.

Wo wir gerade von Träumen und Traumautos sprechen: Das Auto, vor dem wir stehen, ist “wahrscheinlich mein liebstes Auto überhaupt”, sagt Dieter Zetsche. Ein 300 SL, mit coolen Flügeltüren. Die Optik war jedoch gar nicht der Hauptgrund, warum dieses Auto solche Türen bekommen hat. Das Fahrzeug wird von einem sogenannten “Gitterrohrrahmen”zusammengehalten, der für eine stabile Form sorgt. An den Seiten sind die Streben dieses Rahmens jedoch zu hoch, als dass man normale Türen hätte einbauen können. Also dachten sich die Ingenieure eine praktische Lösung aus: die Türen einfach nach oben öffnen anstatt zur Seite. Nick und ich staunen nicht schlecht.

Antriebe der Zukunft

Dann wird es schon Zeit weiterzuziehen – das Mercedes-Benz Museum hat auf seinem Rundgang ja noch mehr zu bieten als hübsche Oldtimer. Bei meinem einzigen Genius-Einsatz ohne Nick habe ich ein Brennstoffzellen-Fahrzeug aus der Nähe kennengelernt und außerdem wissen wir beide aus der Schule, dass Rohstoffe wie Öl und Benzin irgendwann verbraucht sein werden. Klar, dass wir hierzu einige Fragen haben.

Dieter Zetsche erklärt uns, an welchen alternativen Antrieben bei Daimler geforscht wird: Elektro, Hybrid oder Brennstoffzellenantrieb. Ein Auto mit einem solchen Antrieb steht auch hier im Museum, das NECAR 1. In diesem Auto wird der Strom erzeugt, indem Wasserstoff und Sauerstoff zusammenkommen. Was dabei herauskommt, ist echtes Wasser – das man sogar trinken könnte. Eine faszinierende Technik, die ich von meinem Besuch bei Daimler-Ingenieurin Leoni Pretzel kenne.

Bis es überall Ladestationen für Elektroautos und Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellenautos geben wird, wird es wohl noch eine Weile dauern. Eine Infrastruktur aufbauen, so nennt es Dieter Zetsche. Ob das für Nick und mich wohl ganz normal sein wird, wenn wir einmal erwachsen sind und selber Auto fahren?

Silberpfeile in Groß und Klein

Die letzte Station unseres Rundgangs mit Dieter Zetsche macht richtig Spaß, hier geht es nämlich um Motorsport! Das begeistert besonders Nick, der fasziniert ist von allem, was schnell ist. Dieter Zetsche ist übrigens selber ein großer Rennsport-Fan, wie er uns verrät.

Eines fällt uns sofort auf, als wir uns der Kurve mit den Rennautos nähern: Sie haben alle dieselbe Farbe: silber. Nick weiß, dass die Rennwagen bei Mercedes “Silberpfeile” genannt werden – aber warum ist das so? Die Antwort von Dieter Zetsche ist verblüffend: Am Vorabend eines Rennens vor vielen Jahren waren die Fahrzeuge genau ein Kilogramm über dem erlaubten Maximalgewicht. Das Rennteam suchte nach einer Lösung, wie die Fahrzeuge über Nacht leichter werden könnten – und kam auf die Idee, die Farbe abzukratzen, die insgesamt ca. 3 kg wog. Unter der weißen Farbe kam das bloße Aluminium zum Vorschein und das sieht nun mal silber aus. Als die Autos dann auch noch pfeilschnell waren, begannen die Leute, sie “Silberpfeile” zu nennen. Eine tolle Geschichte, die wir auf jeden Fall unseren Freunden erzählen werden!

Leider ist unser Tag im Mercedes-Benz Museum damit auch schon wieder vorbei. Das ging richtig schnell und wir haben so viel gesehen und erfahren! Dieter Zetsche bedankt sich bei uns für unseren Einsatz als Genius-Kinderreporter – und jetzt gibt es sogar eine Überraschung. Passend zu den großen Silberpfeilen, vor denen wir stehen, überreicht er uns jedem einen echten Mercedes-Silberpfeil als Modellauto. Sogar mit Autogramm! Wir freuen uns riesig.

Drei tolle Jahre als Genius-Kinderreporter

Auch wir beide haben uns zu bedanken! Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Daimler, die uns über die letzten drei Jahre eingeladen und unterstützt haben – oder unsere Beiträge gelesen und Videos geschaut haben. Als Genius-Kinderreporter unterwegs zu sein, war eine tolle Zeit! Es gibt für uns bestimmt auch in Zukunft ein Wiedersehen bei Daimler – mindestens bei einem Rundgang durch dieses schöne Museum.

Alle Bilder: Daimler AG

Der 3. April war ein ganz besonderer Tag: Am KIT in Karlsruhe zeigte Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Chef der Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung bei der Genius Kinderuni, wie die Autos schon heute sehen, denken und sprechen können – und was sie fit macht für die Zukunft des Automobils.

Als Ola Källenius die Bühne betritt, begrüßen ihn die Kinder im Audimax-Hörsaal des KIT in Karlsruhe mit frenetischem Trommelwirbel auf den Tischen. Dass man so an der Universität seine Begeisterung zeigt, anstatt mit Applaus, haben sie bereits gelernt. Jetzt können sie es kaum abwarten, Spannendes aus der Welt des Automobils erfahren.

Sie werden nicht enttäuscht. Von Schwarmintelligenz und Sprachsteuerung über autonomes Fahren und Elektroantrieb bis hin zu einem Aha-Moment, als eine Zitrone tatsächlich Strom für eine Glühbirne erzeugt, kommen die Kinder aus dem Staunen nicht mehr heraus.

“Das waren klasse Studentinnen und Studenten”, fasst Ola Källenius zusammen, wie er die Kinder in seiner Funktion als Dozent erlebt hat. “Sie waren sehr aktive Begleiter der Vorlesung, haben viele Fragen gestellt – aber auch gute Ideen gehabt.”

Im Daimler-Blog berichtet Genius-Praktikantin Martina von ihrem Tag bei der Kinderuni. Die Highlights der Vorlesung kannst du dir hier im Video anschauen:

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