Unfallforscher bei der Arbeit

Was macht eigentlich ein Unfallforscher?

Als Unfallforscher schaut man sich zuerst direkt vor Ort oder in der Werkstatt das Auto, das bei einem Unfall beschädigt wurde, an. Das passiert meist zwei Tage nach dem Unfall. Dabei wird geprüft, ob alle Sicherheitssysteme ordnungsgemäß funktioniert haben. Diese Informationen sind wichtig, um die Sicherheit von Autos ständig weiterzuentwickeln. Aber nicht nur das Fahrzeug muss unter die Lupe genommen werden. Als Unfallforscher fährt man auch direkt zur Unfallstelle, um verschiedene Vermessungen durchzuführen, damit nachvollzogen werden kann wie der Unfall genau passiert ist.

Ein bisschen wie Sherlock Holmes

Unfallforscher

Danach beginnt nun die Detektivarbeit: Viele verschiedene Informationen wie der Unfallbericht der Polizei, Zeugenaussagen und Fotos müssen recherchiert werden. Daraus wird dann eine Computersimulation erstellt, mit der man sehen kann, wie der Unfall wahrscheinlich passiert ist. Mit Hilfe dieser Simulation ist es auch möglich, den Unfall aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen und so weitere Informationen zu bekommen, wie der Unfall abgelaufen sein könnte. Diese Ergebnisse werden danach wie bei einem Puzzle zusammengefügt und mit früheren Erkenntnissen verglichen. Somit soll ein Bild entstehen bei dem man sehen kann, welche Verletzungen besonders häufig bei Unfällen vorkommen und was man tun kann, um die Schutzmaßnahmen weiter zu verbessern.

Beruf mit Verantwortung
Unfallforscher Computersimulation

Die Menschen, die am Unfall beteiligt waren, wissen, dass die Arbeit der Unfallforscher wichtig ist. Sie tragen dazu bei, die Sicherheitssysteme im Auto weiter zu verbessern. „In der Regel ist es so, dass diese Personen sehr bereitwillig Auskunft geben. Sie sind froh darüber, dass sich Hersteller für diesen Unfall interessiert und man daraus lernen will“ meint Uwe Nagel.

Das gesamte Interview und ein Video mit Uwe Nagel findest du auch im Daimler Blog.