Ein Windkanal? Davon hast du bestimmt schon einmal gehört. Nicht jeder denkt dabei aber sofort an Autos. Dabei ist es äußerst wichtig, die Strömungseigenschaften eines Fahrzeugs zu überprüfen. In unserem Blogbeitrag erklären wir dir, was Windkanäle sind, wozu man sie braucht und warum sie für Autohersteller so wichtig sind.

Windkanal – was genau ist das?

Bevor ein neues Automodell wirklich auf der Straße gefahren werden darf, muss es der Hersteller in einem Windkanal auf aerodynamische und aeroakustische Eigenschaften testen. Was diese komischen Begriffe bedeuten? Ganz einfach: Bei der Aerodynamik misst man die Luftströmung und den Luftwiderstand eines Autos. Mehr Luftwiderstand bedeutet unter anderem einen höheren Spritverbrauch und bremst das Auto bei hoher Geschwindigkeit aus. Mit der Aeroakustik untersucht man die Geräusche, die der Fahrtwind an verschiedenen Autoteilen verursacht.
In einem Windkanal kann außerdem getestet werden, wie sich unterschiedliches Klima auf ein Auto auswirkt oder ob die Anbauteile bei hohem Fahrtwind stabil bleiben. Kennst du schon unser Kinderreporter-Video mit Emma und Nick im Klimakanal? Da haben die beiden innerhalb von kürzester Zeit heiße Sommertemperaturen sowie klirrende Kälte erlebt. Schau mal rein!

Wie funktioniert ein Windkanal?

Windkanäle können verschieden aufgebaut sein. Man entscheidet vor allem zwischen dem offenen und dem geschlossenen Windkanal. Bei einem offenen saugt eine Düse die Luft von  draußen in das Gebäude, bläst sie über das Auto und anschließend wieder aus dem Windkanal hinaus. Bei einem geschlossenen Windkanal wird die Luft im Kanal behalten und wie in einem Kreislauf immer wieder über das Auto geblasen.
Damit die Ingenieure erkennen, wie die Luft um das Auto fließt, wird Rauch oder Nebel in den Luftstrom gemischt. Außerdem kann Ruß oder Farbe dabei helfen, die Luftströmung sichtbar zu machen.

Welche Arten von Windkanälen gibt es?

Neben dem Aerodynamik- und Aeroakustik-Windkanal gibt es noch weitere Windkanäle: In einem Klimawindkanal kann man überprüfen, wie ein Auto auf extreme Kälte oder Hitze reagiert. Schließlich sollte so ein Fahrzeug überall auf der Welt einsatzfähig sein. Die aerodynamischen Eigenschaften von Raketen oder Düsenjets testet man in Überschall- beziehungsweise Hyperschall-Windkanälen. Dort werden Strömungen mit extremer Geschwindigkeit erzeugt.
Wie du gelernt hast, muss ein neues Automodell vor dem Verkauf einige Tests bestehen. Der Windkanal gehört dabei mit zu den wichtigsten, schließlich möchte kein Autofahrer ein Fahrzeug besitzen mit unnötig hohem Spritverbrauch. Und laute Geräusche bei hohem Fahrtwind nerven bestimmt nicht nur deine Eltern, wenn sie das Auto fahren, sondern auch dich auf dem Rücksitz.

Ein Auto wird in einem Klimawindkanal getestet
Ein Auto wurde gerade in einem Klimawindkanal auf extrem kalte Temperaturen getestet. Bild: Daimler AG

 

Beitragsfoto: Daimler AG

Du kennst diese Situation bestimmt: Auf dem Weg in den Urlaub fahren deine Eltern etwas zu schnell und auf einmal blitzt es. Eine ziemlich unangenehme Erfahrung. Denn jeder Autofahrer weiß sofort: Ein Blitzer hat erkannt, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde und sofort ein Foto des Autos gemacht. Das könnte teuer werden. Doch wie erkennt er, dass man zu schnell gefahren ist? Und welche Arten von Blitzern gibt es?      

Stationär, mobil oder per Laser: die verschiedenen Arten von Blitzern 

Zunächst einmal musst du wissen, dass es nicht nur den einen Blitzer gibt. Über Jahrzehnte hinweg wurden immer neue Blitzgeräte entwickelt. Der wohl bekannteste ist der stationäre Blitzer. Den hast du bestimmt schon einmal in deinem Heimartort gesehen. Dieses Gerät steht immer an einem festen Ort – meist dort, wo häufig Unfälle passieren. Beim mobilen Blitzer ist das ein bisschen anders: Der steht immer an einem anderen Ort. Der Vorteil dabei: Die Autofahrer wissen nicht, wo ein solches Gerät steht. Und genau diese Ungewissheit soll dafür sorgen, dass man immer und überall mit einem mobilen Blitzer rechnen muss und dementsprechend vorsichtig fährt. Den gleichen Vorteil hat auch die Geschwindigkeitsmessung per Laser: Mit einem Gerät, das so ähnlich aussieht wie eine Pistole, erkennen Polizisten ganz genau, wenn man zu schnell fährt. Oft stellen sie sich dabei auf einen Parkplatz an einer gefährlichen Straße.

Wie funktioniert ein Blitzer?     

Du fragst dich jetzt bestimmt, wie ein Blitzer die Geschwindigkeit eines Autos messen kann. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Die meisten Blitzer arbeiten mit der Radartechnik.
Hier werden elektromagnetische Wellen ausgesendet, welche von den Autos reflektiert werden. Die Sensoren im Blitzer erkennen, wie stark gestaucht die Signale zurückgeworfen werden und können damit die Geschwindigkeit berechnen. Andere Methoden sind die Messungen mittels Induktionsschleifen und Piezosensoren, bei denen mehrere Streifen unter der Fahrbahn verlaufen. Beim Überfahren der Sensoren senden diese ein Signal an den Blitzer. Dieser erkennt dann die Geschwindigkeit, indem er die zurückgelegte Zeit zwischen den einzelnen Streifen berechnet. Ist der Fahrer zu schnell, wird das Blitzgerät ausgelöst.

Was passiert, wenn man geblitzt wurde?

Jeder Autofahrer, der schon einmal geblitzt wurde, weiß, wie ärgerlich und oft auch teuer das ist. Je nachdem, wie hoch die zugelassene Geschwindigkeit überschritten wurde, kann man sogar seinen Führerschein verlieren. Doch wer entscheidet darüber? Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen zieht die örtliche Bußgeldstelle immer den Bußgeldkatalog zur Hand. Dort sind alle Strafen aufgeführt. Ein Blick in den Katalog zeigt, dass es sich für keinen Autofahrer lohnt, zu schnell zu fahren.

 

Wurde ein Autofahrer geblitzt, erhaelt er einen Bussgeldbescheid
Wurde ein Autofahrer geblitzt, erhält er einen solchen Bußgeldbescheid

 

Beitragsfoto: Adobe Stock // photowahn

Vielleicht hast du schon mal Filme wie „Star Trek“ gesehen. Dort unterhält sich der Kapitän eines Raumschiffs mit einem Computer, als wäre es ein Mensch. Was bis vor wenigen Jahren nur in Filmen möglich war, ist aber inzwischen Realität. Heute fragen wir unsere Smartphones nach dem Wetter, bitten unsere Autos nach der Wegbeschreibung oder unterhalten uns mit Alexa von Amazon. Doch wie wird das alles möglich?

Was genau sind Sprachassistenten?

In den meisten Smartphones und Tablets sind sogenannte Sprachassistenten programmiert. Sagt dir vielleicht Siri von Apple etwas oder Alexa von Amazon? Das sind die wohl bekanntesten Sprachassistenten. Genauer gesagt sind das Softwareprogramme, welche die menschliche Sprache verstehen und auf verschiedene Fragen antworten können. Mit jeder gestellten Frage verbessern sich die Sprachassistenten und können uns noch besser und ausführlicher antworten.

Wie funktionieren Siri, Alexa und Co.?

Um das alles möglich zu machen, ist eine ganze Menge Technologie notwendig. Die grundlegendste ist eine sogenannte „künstliche Intelligenz“. Damit können Sprachassistenten die menschliche Sprache verstehen und interpretieren. Um auch immer die richtige Antwort geben zu können, benötigt ein Sprachassistent eine Verbindung zum Internet. Dort greift er auf riesige Datenbanken zurück, um beispielsweise sagen zu können, wo das nächste Restaurant liegt oder wie das Wetter wird. Damit Sprachassistenten stetig dazulernen können, wird zusätzlich eine Technologie namens „Machine Learning“ eingesetzt. Das ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz, das es dank spezieller Algorithmen ermöglicht, neu gestellte Fragen noch besser beantworten zu können.

Sprachassistenten im Auto

Neben Smartphones und Tablets werden Sprachassistenten mittlerweile immer häufiger in Autos eingesetzt. Dadurch kann der Fahrer, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen, die Navigation aktivieren, nach aktuellen Nachrichten oder dem Wetter im Urlaubsort fragen. Ein Beispiel für eine solche Assistenz ist MBUX von Daimler. Das Multimediasystem enthält unter anderem Displays, welche die Geschwindigkeit anzeigen, und eben einen Sprachassistenten. Neben den aufgezählten Beispielen kann man damit auch verschiedene Dinge im Auto steuern. So lässt sich beispielsweise die Klimaanlage oder das Radio einstellen. Der Fahrer ist also viel sicherer unterwegs, da er nur noch mit dem Auto sprechen muss, anstatt die Hände vom Lenkrad zu nehmen, um verschiedene Dinge zu bedienen.

Bei der Kinderuni zum Thema „Was Autos fit für die Zukunft macht“ in Karlsruhe hat Ola Källenius übrigens vorgemacht, wie ein solches Programm funktioniert. „Hey, Mercedes!“, sagte er und schon sprach das Auto nicht nur mit ihm, sondern auch mit allen anwesenden Kindern im Hörsaal.

 

Das MBUX-Entertainmentsystem von Daimler mit Sprachassistenz.
Das MBUX-Entertainmentsystem von Daimler mit Sprachassistenz. Bild: Daimler AG


Beitragsbild: Adobe Stock // bht2000

Unter Erste Hilfe fallen alle Hilfeleistungen und Maßnahmen, die dazu dienen Verletzten zu helfen und die Zeit nach einem Unfall überbrücken, bis professionelle Hilfe eintrifft. Erste Hilfe ist also nicht das, was ein Arzt tut – sondern das, was die Personen tun, die bei einem Unfall dabei sind oder einen Unfall beobachten. Sie ist nicht nur wichtig, man ist sogar dazu verpflichtet. Schließlich möchtest auch du, dass dir jemand hilft, wenn dir ein Unfall passiert. Zu diesen Maßnahmen zählen: Verbände anlegen, verletzte Personen beruhigen oder den Notarzt rufen.

Der Notruf

Was jetzt? Beruhigen, verarzten oder telefonieren? Da kommt man ja ganz durcheinander. Wichtig ist es, selbst ruhig zu bleiben und sich ein Bild über die Situation zu verschaffen. Immer wenn man diese nicht einschätzen kann oder wenn Lebensgefahr besteht, ist es wichtig so schnell wie möglich den Notarzt zu rufen. In ganz Europa kann man unter der Nummer 112 sogenannte Notrufzentralen erreichen. Sie nehmen alle wichtigen Informationen auf und schicken die nötige Hilfe.

Beim Notruf solltest du die W-Fragen beantworten: Wer bist du? Wo ist der Unfallort? Was ist passiert? Keine Panik, falls du vergessen solltest, was du erwähnen musst. Wichtig ist, nicht direkt aufzulegen, die Notrufstelle wird dir alle nötigen Fragen stellen.

Die Ausstattung im Auto

Sind Autos in den Verkehrsunfall verwickelt, findet man dort wichtige Hilfsmittel. Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten müssen in jedem Auto vorhanden sein. Das Warndreieck ist dazu da, den Unfallort zu kennzeichnen und anderen Verkehrsteilnehmern zu zeigen: Vorsicht, hier müsst ihr langsam machen!

Die meist leuchtend gelbe oder orangene Warnweste – auch Signalweste genannt – soll zusätzlich die Menschen vor Ort besser sichtbar machen. Sicherheit am Unfallort geht nämlich vor! Nur wer selbst nicht in Gefahr ist, kann anderen helfen.

So ein Warndreieck muss es in jedem Auto geben // Foto: Adobe Stock — cameris

Bestandteile der Rettungskette

Aber wie kann man dann helfen, wenn man doch gar kein Arzt ist? Die Erste Hilfe bildet den ersten Teil der sogenannten Rettungskette, die den Ablauf nach einem Unfall regelt. Alles, was Helfer vor Ort tun, erleichtert es dem Rettungsdienst und dem Krankenhaus, als letztem Teil der Rettungskette, den Verletzten zu helfen.

Nachdem die Unfallstelle abgesichert und der Notruf abgesetzt ist, müssen zum Beispiel Blutungen gestillt oder Verletzte in die stabile Seitenlage gebracht werden. Das hängt natürlich immer davon ab, in welchem Zustand das Unfallopfer ist. Die stabile Seitenlage ist dann wichtig, wenn die betroffene Person bewusstlos ist. Durch sie soll der Mund zum tiefsten Punkt des Körpers werden, damit Blut oder Erbrochenes einfach ablaufen kann und die Atemwege frei bleiben. Dafür wird der Verletzte auf die Seite gedreht und auf seinem eigenen Arm abgestützt.

Bis der Rettungsdienst eintrifft, ist es in jedem Fall wichtig bei den Verletzten zu bleiben, sie zu beruhigen und zu trösten.

Keine Angst vor Fehlern

Übrigens, um den Führerschein zu machen, ist es Pflicht, vorher einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Wichtig ist aber auch, die Kenntnisse immer wieder aufzufrischen, um im Ernstfall genau zu wissen, was zu tun ist.

Das Allerwichtigste ist jedoch: überhaupt etwas tun! Aus Angst vor Fehlern gar nicht zu helfen, ist der größte Fehler, den man machen kann. Zumindest die Notrufnummer wählen, das kann jeder!

Beitragsfoto: Adobe Stock // VanHope

Unter einer Säule stellst du dir vermutlich eine Art Pfosten vor. Wir kennen sie zum Beispiel aus Holz oder Stein bei großen prunkvollen Gebäuden. Die passen nun aber so gar nicht in ein Auto. Das Ganze geht aber schon in die richtige Richtung, denn auch im Auto sollen sie als Stützen dienen und für Stabilität sorgen.

Säulen für unsere Sicherheit

Bei dem Bau eines Autos kommt es natürlich nicht nur auf das Aussehen an, sondern vor allem auch darauf, dass das Fahrzeug sicher ist und die Menschen darin bei einem Unfall bestmöglich geschützt sind. Hier kommen die Säulen ins Spiel, sie sind ein besonders wichtiger Teil der Karosserie, also dem “Gerüst” eines Autos. Sie sind die Pfosten, die das Dach des Autos tragen. Sie reichen vom Unterbau des Fahrzeugs bis hin zum Dach und sind so für die Stabilität verantwortlich. Im Falle eines Unfalls sollen die Fahrzeugsäulen dafür sorgen, dass sich das Gehäuse des Autos nicht zu sehr verformt.

A-, B-, C-Säule

Die Fahrzeugsäulen werden dabei von vorne nach hinten fortlaufend mit Buchstaben bezeichnet. Die beiden Säulen links und rechts der Windschutzscheiben heißen also A-Säulen. An ihnen befinden sich auch die Scharniere für die vorderen Türen. Die Anzahl der Säulen hängt von der Länge des Fahrzeugs ab. Viertürige Autos besitzen neben einer B- auch eine C-Säule. Die B-Säulen befinden sich in der Mitte des Wagens zwischen den Türen, sie stützen von Fahrzeugboden zu Fahrzeugdach. Die C-Säule verbindet dann im hinteren Teil des Autos das Fahrzeugdach mit der hinteren Seitenwand, dem sogenannten Kotflügel.

Und bei einem Cabrio?

Wenn du schon einmal ein Cabrio gesehen hast, fragst du dich jetzt vermutlich, wie das hier funktionieren soll. Denn wenn das Dach heruntergefahren ist, sind hier außer den A-Säulen, in die die Windschutzscheibe integriert sind, keine weiteren Säulen zu sehen. Deshalb werden hier zur Sicherheit die beiden A-Säulen vorne am Auto doppelt so stabil gebaut wie bei anderen Fahrzeugen mit festem Dach.

Beitragsfoto: Adobe Stock // kv_san

Wo sich am Auto die Lichter befinden, weißt du bestimmt. Auch das Geräusch der Hupe kennst du, im Stadtverkehr ist sie zum Beispiel ständig zu hören. Die Lichthupe aber macht selbst keinen Ton, kann aber beim Fahren trotzdem sehr wichtig sein!

Was ist die Lichthupe?

Die Lichthupe ist ein kleines Signal, das sich Autofahrer während der Fahrt geben können, um sich gegenseitig auf etwas aufmerksam zu machen. Häufig sieht dieses Signal so aus, dass sich die Lichter des Fahrzeugs für einen kurzen Zeitraum aufhellen und dann wieder zur ursprünglichen Helligkeit zurückkehren – also kurz „aufblitzen“. Die Lichthupe ist eine kurze Mitteilung an die anderen Autofahrer.

Wann wird die Lichthupe eingesetzt?

Auf den deutschen Straßen gibt es verschiedene Regeln dafür, wann die Lichthupe benutzt werden darf und wann nicht. Die wohl wichtigste Verwendung ist aber, andere Verkehrsteilnehmer auf eine gefährliche Situation hinzuweisen. Fährt ein Fahrzeug an einer Gefahrenstelle vorbei, kann es den entgegenkommenden Autos mit der Lichthupe signalisieren: “Achtung, gefährliche Situation voraus!” Durch die Lichthupe kann man anderen Fahrzeugen auch anzeigen, wenn man überholen möchte. Der Fahrer sieht durch das kurze Aufleuchten der Lichter, dass die Person hinter ihm bald ausscheren wird – das verbessert die Kommunikation auf der Straße und sorgt für mehr Sicherheit.

Ein entgegenkommender Autofahrer weist auf eine Gefahrenstelle hin — Foto: Adobe Stock / Elenathewise

Wie genau funktioniert die Lichthupe?

Bei der Lichthupe leuchten die beiden Vorderlichter (oder: Frontlichter) kurz auf. Dabei wechselt der Fahrer für einen Moment vom sogenannten Abblendlicht zum wesentlich helleren Fernlicht. Für den entgegenkommenden Fahrer sieht es dann so aus, als würden die Scheinwerfer kurz hell aufblitzen. Natürlich darf das Fernlicht nur für einen kurzen Moment benutzt werden, sonst würde es die anderen Fahrer zu sehr blenden. Sicherheit geht im Straßenverkehr immer vor!

Beitragsfoto: Daimler AG

Wenn du das Wort Grill hörst, dann denkst du bestimmt an Würstchen und Steaks, die auf glühenden Kohlen gegrillt werden. Und so ein Grill soll sich jetzt auch im Auto befinden? Nein, leider nicht. Der Begriff hat in der Automobilindustrie – und auch einfach unter Autofans – eine etwas andere Bedeutung.

Was ist ein Grill überhaupt?

Der Grill heißt vollständig eigentlich Kühlergrill und befindet sich ganz vorne an der Spitze des Autos. Er sieht ein bisschen so aus wie ein Gitter, das vor das Auto geschraubt wurde. Grills können an jedem Fahrzeug anders aussehen. Manchmal sind sie groß und breit, manchmal eher schmal und unauffällig.

So kann ein Kühlergrill auch aussehen — Foto: Daimler AG

Der Grill sorgt für Sicherheit

Im Inneren des Autos, besonders vorne unter der Motorhaube, befinden sich viele wichtige Teile, wie zum Beispiel der Motor oder die Kühlung.

Wenn ein Auto keinen Kühlergrill hätte, dann wäre vorne am Auto, wo sich der Kühlergrill normalerweise befindet, ein Loch. Durch dieses Loch würden dann während der Fahrt viele kleine Steinchen fliegen und möglicherweise die Kühlung oder den Motor beschädigen. Der Grill ist sozusagen ein Schutz, damit nichts im Inneren des Fahrzeugs beschädigt werden kann.

Der Kühlergrill heute

Inzwischen sind viele Teile im Auto so stabil geworden, dass man den Kühlergrill oft gar nicht mehr braucht. Da er aber so schick aussehen kann, wird er trotzdem noch weiterhin in vielen Fahrzeugen verbaut. Oft findest du auch das Logo des Automobilherstellers am Grill angebracht.

Beitragsfoto: Adobe Stock // Christoph Jirahlke

Alle schlechten Einparker haben aber Grund erleichtert zu sein, denn schon bald könnte es Parkhäuser geben, in denen sich die Autos automatisch selbst einparken. Einfach eine App aufs Handy laden, aussteigen, auf “Parken” drücken und schon fährt das Auto alleine los. Es lenkt, bremst und beschleunigt von selbst und merkt, wann eine Wand kommt. Auch wenn ein anderes Auto im Weg steht, ist das kein Problem. Wenn man wieder nach Hause möchte, muss man nur wieder an den Übergabeplatz kommen. Wieder die App bedienen und auf “Abholen” klicken” und schon rollt das Auto auf einen zu und wartet darauf, dass man einsteigt.

Glaubst du nicht? Gibt es aber schon! Erste Pilotprojekte sind schon geglückt und bald kann man so eine Technologie selbst ausprobieren. Das Ganze funktioniert so: Der Fahrer, der am Übergabeplatz steht, übermittelt seine Kennung per Smartphone-App. Es wird übermittelt: “Aha, der Fahrer des blauen Smarts möchte sein Auto abholen”. Das Handy verbindet sich per Computer über eine im Fahrzeug installierte Elektronik und das Auto ist informiert: “Losfahren! Dein Besitzer will dich abholen!”. Die Elektronik im Auto verbindet sich mit dem W-LAN im Parkhaus und kommuniziert mittels Funktechnik mit dem Gebäude. Die Laser-Scanner an den Fahrwegen überwachen das Umfeld genau und wissen, wo etwas steht und wo eventuell eine Strebe verläuft. Die Sensoren kennen auch den Standort des parkenden oder abzuholenden Autos und können dann Anweisungen an das Fahrzeug verschicken. Anschließend startet die Technik im Auto den Motor und setzt es in Bewegung. Das Auto fährt selbstständig durch das Parkhaus und kennt den Weg zwischen Autos und Wänden. Wie ferngesteuert lenkt es, bremst es oder beschleunigt und kommt zum Besitzer zurück.

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Von innen ein faszinierender Anblick: ein Auto, das von alleine fährt — Bild: Daimler AG

Das Tolle daran: Es kracht nicht nur seltener in engen Parkhäusern, weil die Autos sich intelligent selbst einparken – sondern es wird auch Platz eingespart. Die Autos können nämlich viel enger aneinander stehen. Auf diese Weise lässt sich bis zu 20 Prozent der Fläche einsparen. Was für ein Vorteil: Mehr Parkplätze für alle bedeutet auch weniger Stress bei der Parkplatzsuche!

Zukunftstechnologie schon jetzt

Dieses automatische Parksystem heißt “Automated Valet Parking” und wurde gemeinsam von Bosch und Daimler entwickelt. Bosch hat die Technik für das Parkhaus und Daimler die fürs Fahrzeug beigesteuert. Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart haben die Firmen die Technik bereits erfolgreich ausprobiert. Bis Papa jedoch das automatische Parken bei jedem Stadtbesuch ausprobieren kann, dauert es noch eine Weile. Bis dahin heißt es also: Daumen drücken, dass beim Einparken kein Kratzer in den Lack kommt!

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Im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums feierte die Technologie Weltpremiere // Bild: Daimler AG

Beitragsfoto: Pixabay

Wenn du ältere Geschwister hast oder andere Familienmitglieder, die gerade den Führerschein machen, hast du bestimmt schon von ihnen gehört, dass Einparken eine besonders knifflige Aufgabe ist. Das Fahrzeug muss – oft rückwärts! – so in die Parklücke gefahren werden, dass es nirgendwo anstößt. In der Fahrschule lernt man zwar, wie man es selber richtig macht – doch ein Parkassistent im Auto macht das Einparken wesentlich angenehmer. Bei ganz neuen Parkassistenten kann man sogar aus dem Auto steigen und das Einparken von außen per Smartphone unterstützen.

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Einparken, ganz ohne Fahrer? Die ganz neuen Parkassistenten können Erstaunliches! — Bild: Daimler AG

Elektronische Helfer für die Sicherheit

Doch nicht nur beim Einparken, auch beim Fahren sind die Systeme nützliche Helfer. Spurhalteassistenten warnen den Fahrer durch Vibrationen des Lenkrades, bevor er die weißen Linien überfährt und von der Spur abzukommen droht. Bei hohen Geschwindigkeiten, zum Beispiel auf Autobahnen, kann das nämlich richtig gefährlich sein. Doch manchmal muss man ja auf eine andere Spur fahren, etwa beim Überholen. Dafür gibt es Spurwechselassistenten: Wenn der Fahrer den Blinker antippt, um seinen Spurwechsel anzukündigen, überprüfen Sensoren, ob auf der Nebenspur alles frei ist und der Fahrer gefahrlos die Spur wechseln kann.

Abstandsassistenten sorgen dafür, dass man nicht zu dicht auf ein vorausfahrendes Auto auffährt, sodass man noch genügend Zeit hat zu reagieren, sollte dieses bremsen. Bei zu geringem Sicherheitsabstand besteht große Unfallgefahr! Wenn LKW jedoch in Kolonne einen geringeren Abstand einhalten, könnten sie Sprit einsparen. Dazu brauchen die Fahrer jedoch elektronische Hilfe, denn ein Mensch kann gar nicht so schnell reagieren. Deswegen forschen die Entwickler an einem Verfahren, das sich Platooning nennt – unsere beiden Kinderreporter haben bereits Gelegenheit gehabt, mehr darüber herauszufinden.

Wind und Wetter

Es gibt auch Assistenzsysteme, die besonders bei schlechtem Wetter, also bei wenn Regen und Nebel die Straßen rutschig machen und die Sicht nicht optimal ist, hilfreich sind. Ein paar davon, wie das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP, den Regensensor und die Nebelschlussleuchte haben wir dir ja schon vorgestellt. Und auch an intelligentem Scheinwerferlicht wird gearbeitet, welches andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet. So ist man bei sämtlichen Wetterverhältnissen sicher unterwegs.

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Bei solchen Straßenverhältnissen sind Assistenzsysteme eine echte Erleichterung — Bild: Pixabay

Emma und Nick im intelligenten Auto

Bei Daimler ist die Vernetzung von Systemen, Sensoren und Algorithmen unter dem Begriff “Intelligent Drive” gefasst. Das bedeutet wörtlich: intelligentes Fahren. Hierbei ist die Intelligenz des Fahrzeugs selbst gemeint, welches mit seinen Fahrerassistenzsystemen das Fahren sicherer macht und dem Fahrer schwierige Aufgaben erleichtert.

Auf der IAA 2017 in Frankfurt konnten sich die Genius Kinderreporter Emma und Nick – nachdem sie 3D-Druck und die neuen Roboter kennengelernt hatten – selber davon überzeugen, was “Intelligent Drive” kann. Im Fahrsimulator erlebten sie, wie das Auto von selber anhält, wenn der Fahrer gerade zu abgelenkt ist, um den Fußgänger auf der Straße zu bemerken. Schau dir das unbedingt im Video an:

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Beitragsfoto: Daimler AG

Platooning funktioniert ähnlich wie die Elefantenkompanie aus dem Dschungelbuch: Der erste LKW gibt das Tempo vor, alle anderen folgen. Dabei muss nur der Fahrer des vordersten Fahrzeugs lenken und Gas geben beziehungsweise bremsen. Die Lastwagen dahinter sind via WLAN mit dem ersten Truck vernetzt und Computer kümmern sich während der Fahrt um alles. Die hinteren LKW-Fahrer müssen dann nur noch die Instrumente überwachen – ähnlich wie ein Flugkapitän, der den Autopiloten eingeschaltet hat. Während der Fahrt wird dann ab und zu die Position in der Kolonne gewechselt, sodass jeder Mal die Führung übernimmt.

Theoretisch lassen sich auch ganz unterschiedliche Fahrzeuge via WLAN miteinander verbinden – ein LKW könnte beispielsweise während der Fahrt das Signal aussenden, dass er bereit ist, andere in seinen Windschatten zu nehmen. Bis zu neun Fahrzeuge können sich der Kolonne dann anschließen.

Weniger Sprit, mehr Sicherheit

Dank der WLAN-Verbindung zwischen den LKWs kann der Sicherheitsabstand zwischen zwei Trucks von 50 Metern auf 15 Meter verringert werden. Bremst der erste LKW, so funkt er nämlich automatisch den nächsten an, der dann ebenfalls bremst. Das Ganze geschieht blitzschnell – nämlich innerhalb von 0,2 Sekunden. Ein Mensch würde in dieser Situation mindestens eine Sekunde benötigen, um die Lage zu erfassen und auf das Bremspedal zu drücken. Ein Sicherheitsabstand von 15 Metern wäre ohne die automatischen Bremssysteme also viel zu gefährlich.

Der Vorteil bei der Sache: Durch den verringerten Abstand können die hinteren Laster im Windschatten fahren. Dieser entsteht ganz ähnlich wie der durch Licht erzeugte Schatten: Treffen Lichtstrahlen auf einen Gegenstand, werden sie gebremst und hinter dem Gegenstand gibt es kaum noch Licht. Es entsteht ein Schatten. Bei Luftströmen ist das genauso. Hinter einem Gegenstand – beziehungsweise einem vorausfahrenden LKW – ist kaum noch Wind und es entsteht der sogenannte Windschatten. Die LKWs müssen dann weniger Gas geben, um die Geschwindigkeit konstant zu halten. Das spart Sprit und schont die Umwelt.

Mithilfe von Platooning lässt sich so einiges an Sprit einsparen. — Bild: Pixabay

Außerdem wird es dank Platooning in Zukunft wahrscheinlich viel weniger Unfälle mit LKWs geben. Momentan kann es für die Fahrer nämlich manchmal noch sehr anstrengend sein, sich den ganzen Tag auf den Straßenverkehr zu konzentrieren. Gelegentlich lässt dann auch schon mal die Konzentration nach, was im schlimmsten Fall zu einem Zusammenstoß führen kann. Mithilfe von automatischen Bremssystemen wird das voraussichtlich viel seltener passieren.  

Tests auf amerikanischen Autobahnen

Bislang wird das Platooning-Verfahren noch nicht auf den öffentlichen Straßen genutzt, denn das System befindet sich noch in der Testphase. Daimler führt im US-Bundesstaat Oregon auf den Highways derzeit verschiedene Tests durch, die zeigen sollen, ob das System sicher ist. Die amerikanischen Autobahnen eignen sich für diese ersten Tests besonders gut, denn sie sind lang und gerade und der Verkehr kann fließen. Stundenlang geht es im selben Tempo voran. Unter diesen Bedingungen lässt sich das neue Verfahren am besten ausprobieren.

Auf Autobahnen in den USA wird das Platooning-Verfahren derzeit getestet. — Bild: Pixabay

Beitragsfoto: Daimler AG