Genius Kinderreporter: Besuch in der TECFABRIK Sindelfingen

Einsätze als Kinderreporter für Genius sind jedes Mal etwas ganz Besonderes. Wir sehen so viele spannende Dinge und es ist immer wieder eine Überraschung, was uns erwartet. Dieses Mal hat Andreas Friedrich, der Leiter der TECFABRIK in Sindelfingen, Nick und mich zu sich eingeladen. Wir sprechen zuerst mit ihm darüber, was es hier alles gibt und dürfen dann richtig nah dran an eine Technologie, die uns zum Staunen bringt. Ich dachte, das gibt es erst in der Zukunft? Aber eins nach dem anderen …

TECFABRIK, das klingt interessant. Zuerst wollen wir von Andreas wissen, was hier eigentlich gemacht wird und was es hier alles gibt. Er verrät uns, dass hier nicht nur die Produktion von morgen erforscht und entwickelt wird, sondern auch die von über-übermorgen. Aha, also doch der Blick in die Zukunft!

Die Welt dreht sich ganz schön schnell, sagt Andreas – wir kennen das ja schon aus der Welt der Smartphones, Tablets und Apps. Und dass solche und viele weitere Technologien auch in der Automobilindustrie immer stärker zum Einsatz kommen, haben wir ja auf der IAA schon gesehen. So auch die Roboter, mit denen hier gearbeitet wird.

Und auch auf dem Weg zu Andreas haben wir einige dieser großen Maschinen aus nächster Nähe gesehen. Da fragen wir uns natürlich, ob die Roboter irgendwann alles ganz alleine machen werden – und man uns Menschen gar nicht mehr braucht, um Autos zu bauen! Doch Andreas kann uns beruhigen: Roboter werden den Menschen nicht verdrängen. Viel mehr arbeiten die Ingenieure der TECFABRIK daran, den Roboter und den Menschen näher zusammenzubringen. Mit einem Roboter zusammenzuarbeiten, das kann ich mir selber auch richtig gut vorstellen.

Andreas Friedrich, Leiter der TECFABRIK, erzählt spannende Dinge im Interview

Ein spannendes Thema erwähnt Andreas außerdem: In der TECFABRIK verschmelzen reale und virtuelle Welt miteinander. Das wollen Nick und ich uns natürlich genauer ansehen! Andreas’ Mitarbeiter Gerald kommt uns abholen und zeigt uns, woran er in der TECFABRIK arbeitet.

Auf geht’s in die TECFABRIK Halle!

Ausgestattet mit coolen neuen TECFABRIK T-Shirts, die Andreas uns geschenkt hat, gehen wir zusammen mit Gerald runter in die Halle. Hier stehen nicht nur die Roboter, sondern auch eine große Zelle mit riesigen Bildschirmen an den Seiten und sogar auf dem Boden. Die Virtuelle Montagestation, so nennt es Gerald. Die Idee hat er sich zusammen mit seinen Kollegen selber ausgedacht. Wir sind beeindruckt und wollen natürlich gleich mehr darüber wissen.

Wozu ist das gut, so eine Virtuelle Montagestation? Die Ingenieure der TECFABRIK kümmern sich darum, die Arbeitsprozesse für die Mitarbeiter so angenehm wie möglich zu gestalten. Zum Beispiel arbeiten sie daran, dass die Mitarbeiter in der Produktion sich nicht mehr so tief bücken müssen, wenn sie die Autos zusammenschrauben. Wie viel Arbeit das ist, so ein Auto zu produzieren, haben wir ja in der Produktion der S-Klasse in Sindelfingen gesehen, wo wir ganz nahe ans Band durften.

Wie im Computerspiel: Montage mit dem Avatar

Nick fragt, ob das so ist wie im Kino, wenn wir uns einen 3D-Film ansehen. Gerald erklärt uns, wie es funktioniert – es ist ein bisschen anders als im Kino. Hier wird nicht mit einem Projektor gearbeitet, sondern die Bildschirme bestehen aus vielen ganz kleinen LEDs. Wenn man ganz nah rangeht, kann man die kleinen Punkte sogar sehen. Er sagt, es ist wie ein Computerspiel. Klar, dass wir das unbedingt auch selber ausprobieren wollen!

Der sogenannte Avatar macht jede von Emmas Bewegungen nach

Und dann geht es auch schon los! Gerald stellt eine Montage-Situation ein und ich staune nicht schlecht: Ein virtueller Fabrik-Mitarbeiter auf den Bildschirmen vor mir und unter meinen Füßen macht jede meiner Bewegungen nach. Avatar, so nennen die Ingenieure den virtuellen Arbeiter. Ich versuche, an die Bauteile heranzukommen, und stelle fest, dass ich mich dafür ziemlich weit strecken muss. Gerald stellt etwas anders ein und schon geht es leichter. Jetzt verstehe ich, was er vorhin gemeint hat.

Die Ansicht auf den Bildschirmen verändert sich. Ich schaue mich um, wo Nick ist – er steht mit Gerald an dem PC, der die Anlage steuert. Ich werde neugierig und frage die beiden, was sie da machen. Nick sagt stolz, dass wir jetzt nicht mehr in Sindelfingen sind, sondern im Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa – na ja, virtuell zumindest. Da kommt mir eine Idee. Ich frage Gerald, ob die Anlage wirklich jeden Ort auf der Welt simulieren kann – und ich sehe Nick an, dass er den gleichen Gedanken hat.

Feierabend am Strand

Gerald ist zwar bescheiden und sagt, er könnte es zumindest mal versuchen – doch innerhalb kürzester Zeit sind wir nicht mehr im Mercedes-Benz-Werk oder in der TECFABRIK, sondern am Strand! Die Virtuelle Montagestation hat uns kurzerhand in die Karibik geschickt. Weißer Sand, blaues Wasser, Liegestühle und Sonnenbrillen – nach diesem spannenden Tag haben wir uns definitiv etwas Entspannung verdient. Fehlt eigentlich nur noch ein Eis!

Von Sindelfingen direkt an den Strand – jetzt fehlt nur noch ein Eis!